Mondsee · Nebelwind
Kalte Nebelluft vom Attersee strömt über die Seeache zum Mondsee, wo der Nebel aufreißt und die Luft aufsteigt: Attersee „drückt“, Mondsee „saugt“. Typisch 10–16 Uhr im Winterhalbjahr, begünstigt durch eine Ostwindlage im Donautal.
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Modellprognose
Wetter am Mondsee und Attersee
Wolken je Höhe (grau = Bedeckung) · Niederschlag (mm/h) – Mondsee
Wolken je Höhe (grau = Bedeckung) · Niederschlag (mm/h) – Attersee-Nord (Seewalchen)
Temperatur 2 m (°C) · Differenz Mondsee – Attersee-Nord (K)
Tiefe Wolken / Nebel (%)
Modellwind 10 m (kn) · Pfeile: Richtung, in die der Wind weht
So liest man das Diagramm
- Nebelwind: Der Attersee liegt idealerweise unter dem Nebel. Sehr kalte Luft strömt von dort zum Mondsee, wo der Nebel oft aufreißt und deutlich höhere Temperaturen erreicht werden. Die am Nebelauflösungspunkt gesättigte Luft ist leicht, wird bei Erwärmung noch leichter und steigt auf. Der Wind kommt an der Station Mondsee aus Südost bis Ost, in Unterach aus Ost bis Ostnordost. Zur Lage gehören eine leichte Ostströmung im Flachland und ein leichter Südwind am Feuerkogel. Stärke bis 6 Bf, am besten über die Mittagsstunden; verschwindet der Nebel am Attersee, bricht der Wind ein. Saison bis in den November, bei Föhn sonnig und warm. Spots: Fischzucht und Badestrand am Südostende, die Düse liegt in der Engstelle zwischen Kreuzstein und Oberburgau.
- Wetter am Mondsee und Attersee (oberste Karte): Symbole mit Temperatur an den Modellpunkten Attersee-Nord, Unterach und Mondsee (vor dem Schafberg) für die mit dem Regler gewählte Stunde. Regen ab 0,2 mm/h (Schnee unter 1 °C), Nebel bei tiefen Wolken ab 70 % und Feuchte ab 95 %, sonst Sonne (nachts Mond) bis 25 % Bewölkung, teils bewölkt bis 70 %, darüber bedeckt. Nebel links am Attersee und Sonne rechts am Mondsee ist die Nebelwind-Lage. Quelle „Gemessen" zeigt stattdessen die vergangenen 36 h, 3 oder 7 Tage bis zur laufenden Stunde: Temperatur, Regen (Stundensumme) und Nebel (Feuchte ab 97 %, tagsüber ohne Sonnenschein) der Stationen Unterach und Mondsee, Bewölkung aus dem Satelliten je Region; Attersee-Nord ohne Station zeigt nur das Satellitensymbol.
- Wolkenquerschnitte (darunter): Zeit waagrecht, Höhe senkrecht 0–12 km, einmal am Modellpunkt Mondsee, darunter am Attersee-Nord. Je dunkler, desto dichter die Modellwolken. Nebel zeigt sich als dunkle Schicht ganz unten, zwischen Seehöhe und Feuerkogel; günstig ist, wenn sie am Attersee liegt und am Mondsee fehlt. Blaue Balken: Niederschlag in mm/h.
- Temperatur: Mondsee, Attersee-Nord (Seewalchen) und Hörsching. Die Differenz Mondsee – Attersee-Nord ist der Antrieb; ab etwa +2 K wird es interessant.
- Tiefe Wolken: Im Modell erscheint Nebel als tiefe Bewölkung. Der Nebel am Mondsee löst sich schon am Vormittag auf; entscheidend ist der gleichzeitige Kontrast (rote Linie): Attersee-Nord neblig, Mondsee frei. Beide neblig oder beide frei bringt nichts.
- Wind: Ostwind in Hörsching (Donautal) begünstigt, ebenso ein leichter Südwind am Feuerkogel (850 hPa). Der Modellwind am Mondsee selbst ist in groben Modellen nicht aufgelöst.
- Schattierung: gelblich = Nebelwind-Fenster 10–16 Uhr, dunkel = Nacht.
Index (experimentell): Nebelwind = 50 % Nebelkontrast (tiefe Wolken Attersee-Nord minus Mondsee zur selben Stunde, 9–14 Uhr; +60 Punkte = voll) + 20 % Temperaturdifferenz Mondsee – Attersee-Nord 9–14 Uhr (+2 K = voll) + 20 % Ostkomponente in Hörsching 10–16 Uhr (8 kn = voll) + 10 % Südkomponente am Feuerkogel 10–16 Uhr (5 kn = voll). Die Gewichte sind Startwerte und sollten mit Beobachtungen kalibriert werden. Der Nebelwind weht hauptsächlich im Winterhalbjahr; im Sommerhalbjahr nur an Ausnahmetagen.
Modellhinweise: AROME, ICON-D2, GeoSphere 1 km (C-LAEF AlpeAdria, direkt von GeoSphere Austria, ohne Wolkenschichten: tiefe Wolken werden aus Gesamtbewölkung und Nebelanteil der Feuchte ab 95 % ersetzt), ICON-CH1 und ICON-CH2 (MeteoSchweiz, 1 und 2,1 km) sowie HARMONIE-AROME (DMI, 2 km) reichen ca. 33 h bis 5 Tage; den Wolkenquerschnitt gibt es nur bei AROME, ICON-D2 und den groben Modellen. ECMWF, ICON-EU und ICON Global für die Tage danach. Nebel ist für alle Modelle schwierig; der Satellit auf der Wolkenkarte zeigt, was wirklich liegt.